Dienstag, 28. März 2017

[Rezension] Der Lauf des Lebens

Der Lauf des Lebens von Mona Jaeger



Titel: Der Lauf des Lebens
Autorin: Mona Jaeger
Verlag: Luchterhand Verlag
Seitenzahl: 200,  ISBN: 978-3-630-87501-9
Preis: 18,00€
Format: Hardcover
Erscheinungsdatum: 24.10.2016


Klappentext

"...Von Anfängen, Aufstiegen, Abstiegen und vom Ende – kurz: vom Menschsein.
Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind..." 

Autorin
Mona Jaeger ist 1987 in Offenbach geboren und arbeitete bereits während ihres Studiums der Politikwissenschaft und Germanistik bei der Frankfurter Rundschau, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Inzwischen ist sie Redakteurin der F.A.Z. Ihre Arbeit wurde mit dem Hessischen Journalistenpreis und dem Journalistenpreis des Presseclubs Darmstadt ausgezeichnet.

Cover
Ein schönes und schlichtes Cover. Die verwischte Tinte auf der vorder Seite spiegelt gut das Thema wieder - die Vergänglichkeit des Lebens.

Meine Meinung
Ich muss sagen, ich weiß nicht so ganz was ich von diesem Buch halten soll. Ich habe mich sehr oft gefragt, was die Autorin mir mit diesem Buch vermitteln möchte, da ich durchgehend das Gefühl bekommen habe, dass das Leben nichts gutes für einen bereit hält.
Mir fiel es am Anfang leider nicht einfach mich einzulesen, da ich den Schreibstil als nicht sehr flüssig beschreiben würde.
Die Kapitel handeln immer unterschiedlich von den zwei Protagonisten Paul und Anna. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es sich nur auf eine der beiden Personen beziehen würde, da ich denke, dass man so über die 200 Seiten einen besseren Bezug zu einer der jeweiligen Personen aufbauen würde.
Es wird über verschiedene Lebensabschnitte geschrieben, die jeder von uns kennt. Es fängt an mit den ersten Gedanken ( das Kind sein ) , der erste Schultag, der erste Kuss, die erste eigene Wohnung, der erste Arbeitstag, die Hochzeit. Meiner Meinung nach alles Dinge, die jeder als etwas aufregendes und schönes empfindet. Leider wurde hier jedem Thema etwas schlechtes abverlangt. Ich kann nicht genau sagen, ob es daran liegt, dass ich selbst nie so eine negative Einstellung zum Leben hatte, aber das empfand ich schon als etwas störend.
Es wird auch auf wichtige Themen eingegangen, wie Depressionen, die Scheidung, der Jobverlust und am Ende das Sterben. Das sind natürlich Dinge, über die nicht jeder gerne redet und oft die Augen vor verschlossen werden. Hier fand ich es daher gut, dass auch mal diese Dinge angesprochen werden und man so als " Außenstehender" eventuell einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt solcher betroffenen Menschen bekommt.
Dennoch konnte mich das Buch leider nicht überzeugen, da ich mir einfach mehr positive Eindrücke des " Menschsein" gewünscht hätte.
Fazit
Geschichten vom Menschsein - Eine wirklich gute Idee mit Potenzial, die meiner Meinung nach nicht sehr gut umgesetzt wurde.
Das Buch bekommt von mir 2/5 Sternen ★★

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